Heizungs-Check: Ein paar Minuten Arbeit reduzieren Energiekosten

Veröffentlichungsdatum21.09.2026Lesedauer4 Minuten

Land Salzburg mit Tipps zum Start der Heizsaison / Richtiges Lüften, Thermostatkontrolle oder gedämmte Leitungen sparen bares Geld

(LK)  Verfärbte Blätter und kürzere Tage: Der Herbst hält Einzug im Bundesland. In Salzburgs Haushalten beginnt in den kommenden Wochen wieder die Heizsaison. Gerade jetzt ist der richtige Zeitpunkt, Heizsysteme und Gebäude auf den Winter vorzubereiten. Denn mit einigen einfachen Kontrollen und den richtigen Einstellungen lässt sich Energie und somit bares Geld sparen. Vieles davon kann in ein paar Minuten sogar eigenständig erledigt werden.

  • Mit ein paar einfachen Handgriffen vor dem Start der Heizsaison können über den Winter hinweg Heizkosten spürbar reduziert werden.

Wer das Heizsystem jetzt auf den Winter vorbereitet, profitiert in den kommenden Monaten davon. „Oft sind es ganz einfache Dinge: die richtigen Heizzeiten, eine niedrigere Vorlauftemperatur oder ein entlüfteter Heizkörper. Das kostet wenig oder gar nichts, kann aber den Energieverbrauch spürbar reduzieren“, sagt der Leiter des Referats Energiewirtschaft und -beratung, Gerhard Löffler. Die „Do-it-yourself“-Tipps für einen Heizungscheck des Experten im Überblick:

  • Gluckernde oder nur teilweise warme Heizkörper sollten entlüftet werden. Als Werkzeug benötigt man lediglich einen Entlüftungsschlüssel, häufig genügt ein Schraubenzieher oder eine Zange.
  • Auch Thermostatventile sollten nach der Sommerpause einmal auf- und zugedreht werden, da sie über die Sommermonate festsitzen können.
  • Heizkörper sollten nicht durch Möbel, lange Vorhänge oder Verkleidungen verdeckt sein, damit sich die Wärme ungehindert im Raum verteilen kann.
  • Ist der Anlagendruck zu niedrig, können einzelne Heizkörper nicht mehr richtig warm werden.
  • Heizzeiten sollten zum tatsächlichen Tagesablauf passen. Oft laufen Heizungen zu Zeiten, in denen niemand zu Hause ist. Auch die eingestellten Zeiten für die Warmwasseraufbereitung sollten überprüft werden.
  • Heizkurve und Vorlauftemperatur prüfen: Viele Anlagen sind höher eingestellt als notwendig. Die einfache Regel lautet: So niedrig wie möglich, aber so hoch wie nötig, damit alle Räume angenehm warm werden.

Bei Problemen Profis kontaktieren

Werden manche Räume jedoch nicht ausreichend warm, andere überhitzen oder Strömungsgeräusche an Heizkörpern und Leitungen zu hören sind, dann empfiehlt Gerhard Löffler Profis zu kontaktieren. „Es kann sein, dass die Wärme im Heizsystem ungleich verteilt ist. Dann sollte ein Installateur prüfen, ob ein hydraulischer Abgleich sinnvoll ist. Dabei wird die Anlage so eingestellt, dass jeder Heizkörper die tatsächlich benötigte Menge an Heizungswasser erhält.“ Bei älteren Heizungsanlagen sollte außerdem rechtzeitig geprüft werden, ob eine Wartung durch einen Fachbetrieb notwendig ist. Dabei können auch die Einstellungen der Anlage kontrolliert und optimiert werden.

Eigene Wohlfühltemperatur bewusst wählen

Die Raumtemperatur in den eigenen vier Wänden ist eine Frage des persönlichen Wohlbefindens. „Unnötig überheizte Räume kosten allerdings viel Energie. Als Faustregel gilt: Bereits ein Grad weniger Raumtemperatur kann den Energiebedarf um rund sechs Prozent reduzieren“, so Gerhard Löffler und ergänzt: „Eine etwas niedrigere Raumtemperatur hat noch einen weiteren Vorteil: Die relative Luftfeuchtigkeit bleibt höher und die Raumluft wird weniger trocken. Das kann in der kühlen Jahreszeit als angenehmer empfunden werden und ist auch für die Gesundheit besser. Gerade im Schlafzimmer wirken sich geringere Raumtemperaturen damit nicht nur günstig auf den Energieverbrauch, sondern auch auf die Schlafqualität aus. Entscheidend ist daher nicht, möglichst kühl zu wohnen, sondern die Räume angenehm warm zu halten, ohne sie unnötig zu überheizen.“

Richtiges Lüften entscheidend

Gekippte Fenster sind im Winter keine gute Idee. „Besser ist kurz und kräftig zu stoßlüften. So wird feuchte und verbrauchte Raumluft rasch ausgetauscht, ohne Wände und Möbel unnötig auszukühlen“, sagt Gerhard Löffler.

Fenster und Türen kontrollieren, Rohre isolieren

Vor dem Start der Heizsaison lohnt sich außerdem ein Rundgang durch das Haus oder die Wohnung. „Undichte Fenster und Türen können häufig mit neuen Dichtungen oder einfachen Einstellarbeiten verbessert werden. Auch ungedämmte Heizungs- und Warmwasserleitungen in unbeheizten Kellerräumen sind unnötige Energiefresser. Eine Rohrdämmung kann in Eigenregie montiert werden, ist vergleichsweise günstig und spart nicht nur in diesem, sondern in jedem folgenden Winter Energie“, so der Experte Löffler.

Kostenlose Energieberatung

Wer wissen möchte, wo im eigenen Haus die größten Einsparpotenziale liegen, kann sich an die Energieberatung des Landes in Kooperation mit der Salzburg AG wenden. Unabhängig, produktneutral und kostenlos wird zu Förderungen, Energieausweis, Sanierung informiert, gleichzeitig geben die Expertinnen und Experten Energiespartipps. Heizung, Warmwasserbereitung und Gebäude werden dabei gemeinsam betrachtet und konkrete Verbesserungsmöglichkeiten und Spartipps aufgezeigt. Von Jänner bis 31. August gab es bereits 1.883 Beratungen im Bundesland. Die Hauptthemen sind der Heizungstausch und Photovoltaik, inklusive Speicher.

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Redaktion: Landes-Medienzentrum / LK_260921_90 (msc/hei)

DatenquelleLand Salzburg
Veröffentlichungsdatum21.09.2026