Brauchtum



Brauchtum und Tradition sind Werte, die uns wichtig sind und unsere Lebensqualität erhalten. Für unsere Gäste bieten die zahlreichen Veranstaltungen die Möglichkeit, ganz besondere Erinnerungen aus Kuchl mitzunehmen. Bitte erkundigen Sie sich vorab über unseren Veranstaltungskalender oder direkt im Fremdenverkehrsbüro über eventuelle Brauchtumsveranstaltungen während Ihres Aufenthaltes in Kuchl
Einige Brauchtumsfeste in Kuchl:
  • Bergmessen
  • Sonnwendfeuerbrennen
  • Feste von Brauchtumsvereinen
  • Bauernmarkt


  • Ostern
  • Maibaumaufstellen
  • Prangertag (Fronleichnam)
  • Schusterjahrtag

Fronleichnam
Fahneneinzug
Fronleichnam
Palmsonntag
Fronleichnamsprozession
Altes Zunftkreuz
Palmesel
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Schusterjahrtag:
Dieser Gewerbe-Jahrtag stellt ein Zeichen lebendiger Handwerkstradition in Salzburg dar. Er findet alljährlich am Montag nach Mariä Geburt (8. September) statt. Dieser Jahrtag ist nicht nur eine Veranstaltung der Kuchler Wirtschaftstreibenden, Handwerksmeister und Handwerksmeisterinnen mit ihren Gehilfen und Lehrlinge, sondern zählt weit über seine lokale Bedeutung hinaus heute noch zum echten und lebendigen Handwerks-Brauchtum wie es nur aus Kuchl bekannt ist.
Da der Jahrtag jeweils an einem Wochentag (Montag) stattfindet, und die Zunftmitglieder daran teilnehmen, ist es üblich, dass an diesem Tag in Kuchl in den Handwerksbetrieben nicht gearbeitet wird. Die Teilnahme am Fest betrifft neben den Meistern und Firmenchefs auch die Gesellen, Lehrlinge und Angestellten.
Am Morgen des Schusterjahrtages versammeln sich die Mitglieder der Zunft bei der Zunftherberge, dem Gasthof "Zur Goldenen Stiege". Von hier aus erfolgt der Abmarsch zur Pfarrkirche, wo der Festgottesdienst gehalten wird.
Gegen Schluss des feierlichen Amtes erhält jedes Zunftmitglied - Meister, Gesellen und Lehrlinge - vom zelebrierenden Priester während des Umganges um den Altar einen Schluck geweihten Opferweines, der traditionsgemäß vom Herbergsvater gespendet wird, damit - wie es früher hieß - sie einen guten Trunk haben.
Nach Beendigung des Gottesdienstes nimmt der Zunftvater (Tischlermeister Rupert Reindl) oder Vormann das Zunftkreuz auf. Dann setzt sich der Festzug unter Begleitung der Kuchler Musikkapelle in Bewegung. Als erster marschiert der Zunftvater mit dem Zunftkreuz, gefolgt von den Fahnenträgern mit der Zunftfahne, die erst im Frühjahr 2003 neu gefertigt wurde. Anschließend kommen die Ehrengäste sowie die übrigen Teilnehmer. Der Umzug endet vor der Herberge, dem Stiegenwirt, wo im Anschluss daran die Jahreshauptversammlung abgehalten wird.
Die vormittägliche Veranstaltung, musikalisch umrahmt von der Trachtenmusikkapelle Kuchl, schließt mit einem gemeinsamen Mittagessen. Den Abschluss bildet jedes Mal ein fröhliches Beisammensein der Kuchler Wirtschaftstreibenden mit ihren Betriebsangehörigen in der Herberge, bei dem dann unter den Klängen der Ortsmusikkapelle bis in die späte Nacht hinein getanzt wird. Den Tanz eröffnet der Zunftvater mit der Herbergsmutter.
Es ist ein heute noch geübter Zunftbrauch, dass am Jahrtag die Lehrlinge und Gesellen von ihren Meistern zechfrei gehalten werden und für sie ein Zehrgeld gesammelt wird.


(Quelle: Dr. Franz Lospichl: "Gewerbe-Jahrtag in Kuchl")
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